By - - Kommentare deaktiviert für Lesefreudige Kinder haben es in der Schule leichter

Eine aktuelle Langzeitstudie konnte jetzt belegen, dass Kinder, die Freude am Lesen haben, in der Schule erfolgreicher sind als Lesemuffel.

Die Studie „ Lesesozialisation von Kindern in der Familie“ der Stiftung Lesen gab diese Woche ihre Ergebnisse bekannt. Im Auftrag des Bundesfamilienministeriums  wurde diese Untersuchung durchgeführt und kann die – schon vorher vermutete – große Bedeutung des Lesens vollends bekräftigen.

An der Studie nahmen ungefähr 3000 Kinder im Alter zwischen neun und dreizehn Jahren teil. Kinder haben ganz klar geäußert, dass ihnen die Schule keine Probleme bereitet. Egal, aus welchen sozialen Schichten oder Elternhäusern die Kinder stammten, so wurde bei den Bücherwürmern ein viel selbstbewussteres Auftreten wahrgenommen. Rund 45 Prozent der lesefreudigen Kinder aus benachteiligten Familien und 39 Prozent der Kinder aus höheren Schichten gaben an, dass der Unterricht recht leicht fällt.

Somit wird die positive Wirkung des Lesens auf die Entwicklung eines Kindes sehr deutlich. Ursula von der Leyen argumentiert folgerichtig: „Lesen macht Spaß und stößt Tore auf, damit sich die Phantasie der Kinder entfalten kann. Lesen ist aber auch wie kein anderes Mittel geeignet, Nachteile von Kindern aus bildungsärmeren Schichten wettzumachen. Es sprengt den Teufelskreis von innen, dass sich Bildungsarmut von einer auf die nächste Generation vererbt“.

Damit erhalten Eltern eine wichtige Vorbildfunktion. Sie können ihr Kind bewusst beeinflussen und das Interesse ihrer Kinder am Lesen wecken. Daher ist es enorm wichtig schon von klein auf mit dem Vorlesen zu beginnen, dies bekräftigt auch von der Leyen. Die Studie zeigte nämlich leider auch, dass weniger als die Hälfte der Eltern „Lesefreude“ als ein wichtiges Erziehungsziel sehen. Dies sollte geändert werden. Denn wenn die Lust am Lesen erst einmal geweckt ist, dann entwickelt sich die Lesekompetenz von ganz alleine. Dies verschafft ihrem Kind in der weiteren Entwicklung und vor allem beim Schuleintritt enorme Vorteile.

Also vermitteln sie ihrem Kind, dass Lesen sehr viel Spaß machen kann. Wenn sie etwas ratlos sind, was die Buchauswahl betrifft, dann wenden sie sich ruhig an die Lehrer ihres Kindes, die wissen sicher was altersgerechte Literatur ist und haben ein paar Buch-Tipps parat. Unterschätzen sie auch nicht die Bedeutung der abendlichen Gute-Nacht-Geschichte! Außerdem ist es doch ein tolles Ritual, bei dem sie zum Ende des Tages selbst zur Ruhe kommen können und nochmal etwas Zeit gemeinsam mit ihrem Kind genießen können.

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