By - - Kommentare deaktiviert für Schwere Folgen durch Meningokokken-Infektion

Besonders betroffen sind Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche. 20 Prozent der Überlebenden tragen Folgeschäden davon. Dazu gehören Nierenversagen, Hirnschäden, Verlust von Gliedmaßen oder Hörverlust. Von Meningokokken ausgelöste Erkrankungen werden oft fehldiagnostiziert und können innerhalb von 24 Stunden tödlich enden. Trotz dieser ernsthaften Folgen ist vielen Eltern nicht bewusst, dass es verschiedene Meningokokken-Typen gibt.

Von Mensch zu Mensch übertragbar

Meningokokken-Bakterien treten in zwölf verschiedenen Unterstämmen auf und können schwere Erkrankungen verursachen. Foto: djd/GSK

Meningokokken-Bakterien treten in zwölf verschiedenen Unterstämmen auf und können schwere Erkrankungen verursachen.
Foto: djd/GSK

Bei Meningokokken handelt es sich um Bakterien mit zwölf verschiedenen Unterstämmen. Die fünf wichtigsten sind die Serogruppen A, B, C, W135 und Y. Sie übertragen sich von Mensch zu Mensch beim Niesen, Sprechen oder Husten. Dabei ist das Immunsystem von Säuglingen und Kleinkindern besonders anfällig für Krankheitserreger. Die ersten Symptome der Infektion treten nach etwa drei bis vier Tagen auf. Eine Ansteckung führt in zwei Drittel der Fälle zu einer Meningitis und in einem Drittel zu einer Blutvergiftung. Ein typisches Symptom ist eine schmerzhafte Nackensteifheit – oft kombiniert mit Kreislaufversagen und Krampfanfällen. Weitere Begleiterscheinungen sind Fieber, Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit und eine getrübte Bewusstseinslage. Bei Säuglingen und Kleinkindern sind die Symptome oft weniger charakteristisch. Neben Fieber und Erbrechen kommt es manchmal zu Reizbarkeit sowie zu einer vorgewölbten oder harten Fontanelle.

Impfungen können schützen

Mittlerweile sind in Deutschland Impfstoffe gegen die am häufigsten vorkommenden Serotypen verfügbar. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für alle Kinder ab dem zwölften Lebensmonat eine Impfung gegen Meningokokken C. Eine Impfung gegen Meningokokken B wird bisher für Personen mit eingeschränkter Immunfunktion empfohlen oder für jene, die in engem Kontakt mit einem an Meningokokken Erkrankten stehen. Für die nur selten vorkommenden Serogruppen A, W135 oder Y gibt es zudem eine Impfempfehlung, falls eine gesundheitliche Gefährdung vorliegt. (djd)

Foto: djd/Tetra Images/Getty Images/GSK