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Eine Nachricht über die sich nicht nur Kinder freuen dürften: Tetris erhöht die Gehirnleistung.

Im Rahmen einer Studie konnte nachgewiesen werden, wovon begeisterte Spieler wahrscheinlich schon immer überzeugt waren, das Tetris die Gehirnleistung der Spieler erhöht. Das einfach geniale Spiel, dass seit über 20 Jahren Gamer und Nicht-Gamer begeistert, treibt das Gehirn zur Höchstleistung an. Nach drei Test-Monaten konnten die Forscher schon Veränderungen im Gehirn beobachten. Welche Areale werden durch das Spiel angesprochen? Und was waren die wichtigsten Ergebnisse der Studie?

Tetris und die Gehirnleistung – Viele wussten es schon immer

Der Hintergrund der Untersuchung lag darin, dass vermutet wurde, dass gewisse Spiele strukturelle und funktionale Veränderungen im Gehirn nach sich ziehen. Unklar war hierbei, inwiefern diese Veränderungen miteinander zusammenhängen. Die Forscher haben daher getestet, wie und wo sich das Spielen von Tetris im Gehirn auswirkt. Dazu haben sie 26 Mädchen zwischen 12-15 Jahren, täglich, das beliebteste Videospiel, spielen lassen. Die Mädchen wurden ausgewählt, wenn sie nie wirklich Tetris gespielt haben, aber trotzdem mit Computern vertraut waren und wenn sie vorher keine Spiele gespielt haben, die schnelles visuelles lösen von Rätseln verlangten.

Die Ergebnisse, der Traum jedes Kindes

Die jungen Mädchen spielten über drei Monate hinweg, täglich 39 Minuten Tetris, während die Kontrollgruppe nicht spielte. Die Vorher-Nachher-Aufnahmen des Gehirns zeigten, dass bei den Mädchen, die Tetris gespielt hatten, die Gehirnrinde dicker geworden war und sich neue Nervenzellen gebildet hatten, während bei der Kontrollgruppe alles unverändert blieb. Zudem konnte beobachtet werden, dass Tetris spielen auch die Effizienz in anderen Bereichen des Gehirns verbessert. Denn beim Tetris spielen sind Hirnareale, die komplexe Bewegungen steuern, aktiv. Auch Bereiche die Sinneindrücke verarbeiten, werden gefördert. „Die größte Überraschung der Studien der letzten 5 Jahre war die Erkenntnis, dass dieses online Jonglieren mit den Tetris-Spielsteinen tatsächlich Auswirkungen auf die Gehirnaktivitäten hatte“, so Dr. Rex Jung, Leiter der Studie.

Es gibt einen Zusammenhang – Welchen, ist noch unklar

Es konnte zwar gezeigt werden, dass Tetris spielen zu einer Stärkung der Hirnrinde führt, aber wie dies wiederum mit einer gesteigerten Gehirneffizienz bzw. -leistung, zusammenhängt, ist weiterhin unklar. Nun haben Kinder jedoch, wenn sie eigentlich Hausaufgaben machen müssten, eine Ausrede und können sagen, dass sie gerade lieber ihr Gehirn trainieren möchten.

Es gibt lustigerweise mehrere Studien, die sich mit den Auswirkungen von Tetris auf das Gehirn befassen. So konnten Psychologen feststellen, dass wenn ein Mensch etwas Traumatisches erlebt hat und innerhalb von ca. sechs Stunden (nach dem Erlebten) Tetris spielt, sich keine traumatischen Flashbacks einstellen.
Es scheint als sei das Spiel nicht nur ein einfacher Zeitvertreib, sondern auch noch in anderen Lebensbereichen nützlich.