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Stammzellenforschung: Entnahme von Stammzellen aus der Nabelschnur

Autor: Marie
abgelegt in: Krankheiten

Die Stammzellenforschung soll zukünftig dazu dienen, schwere Krankheiten wie Krebs, Alzheimer und Parkinson zu heilen. Allerdings ist in Deutschland die Forschung mit Stammzellen ein heißdiskutiertes Thema, welches aus ethischer Hinsicht sehr fragwürdig ist.

Stammzellenforschung - Mit Stammzellen aus der Nabelschnur Prävention schwerer Krankheiten betreiben ©Flickr/sabianmaggy

Die Stammzellen aus dem Blut der Nabelschnur stellen allerdings eine Besonderheit dar, da sie sich während der Entbindung im Blutkreislauf des Kindes befinden und ohne Schmerzen und ohne Gefahr für Mutter und Kind aus der Plazenta bzw. aus der Nabelschnur gewonnen werden können. Die so gewonnen Stammzellen haben die Eigenschaft, dass sie sich auf vielfältige Art vermehren und sich in unterschiedliche Gewebearten entwickeln können.

Stammzellenforschung – Fluch oder Segen?

Somit sind diese Stammzellen im Gegensatz zu den sich erst später entwickelnden Zellen „Vielkönner”, was nicht zuletzt daran liegt, dass diese Zellen aus dem Blut der Nabelschnur noch keinen Umwelteinflüssen ausgesetzt wurden oder einem Alterungsprozess unterlagen. Nachdem diese Stammzellen längere Zeit in einem Kälteschlaf verbracht haben, stehen sie frisch zum medizinischen Einsatz zur Verfügung und können dem Kampf gegen schwere Krankheiten dienlich sein.

Stammzellenforschung – Lebensrettende Maßnahmen dank Stammzellen

Zudem hat dieser Prozess den großen Vorteil, dass der Spender und Empfänger der Stammzellen identisch sind, wodurch es zu keinen Abwehrreaktionen kommen kann. Stammzellen, die von Erwachsenen entnommen werden, können spezielles Gewebe wie Nieren-, Herz- und Leberzellen herstellen. Periphere Nerven oder Hirnnerven können jedoch nicht ersetzt werden und sind unwiderruflich beschädigt. Allerdings können Zellen aus dem Nabelschnurblut erfolgversprechende „Retter in der Not” sein.

Ethisch unbedenklich

Stammzellen, die aus dem Blut der Nabelschnur gewonnen werden, stellen keine embryonalen Stammzellen dar. Somit ist ihre Gewinnung, die Aufbewahrung und ihre Nutzung aus ethisch-rechtlicher Sicht absolut bedenkenlos. Ihrem Kind können die so gewonnen Stammzellen demnach eine Vorsorge gegen schwere Krankheiten sein.Similar Posts:

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2 Kommentare to “Stammzellenforschung: Entnahme von Stammzellen aus der Nabelschnur”

  1. Michael J. Fox’ Krise | endoplast.de schreibt:

    [...] Ein millionenfach aufgerufenes Werbe-Video für die Stammzellen-Forschung, in dem Michael J. Fox seine Parkinson-Krankheit zeigt. [...]

  2. Stammzellenforschung schreibt:

    In einem anderen Blogartikel konnte ich lesen, dass Stammzellen theoretisch sogar HIV heilen können. Allerdings hatte der Patient “glücklicherweise” auch noch Krebs. So war die Stammzellenkur eigentlich durch ein anderes Phänomen begünstigt. Wie auch immer, ich hoffe diese wahren Wunderheiler werden in Deutschland immer stärker befördert. Bisher stellt sie die Kirche und einige CDU Abgeordnete noch quer. Aber Merkel selbst hat die Debatte geöffnet und entideologisiert (wie ihre ganze Politik). Deshalb hoffe ich bald auf bessere Forschungsergebnisse.

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